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Glücklicher Kopf, schwere Beine

Wolfgang Würth gewinnt Freundschaftsmarathon – 42 Kilometer, die es in sich haben

Amberg/Weiden. (räd) Ob die Startnummer ein Omen war? Als 111 rannte Wolfgang Würth in Weiden los. Nach 42 Kilometern (und 2 Stunden, 45 Minuten) hatte er zwei Einsen verloren: Er lief in der Paradedisziplin Marathon als Sieger durch das Ziel in der Bahnhofstraße. Und war damit die unangefochtene Nummer eins beim fünften Freundschaftslauf.

“Der Kopf ist glücklich, die Beine sind schwer”, fasste Würth seinen Zustand kurz nach dem Einlauf zusammen. Die letzten fünf, sechs Kilometer seien schon anstrengend gewesen – “das ist aber immer so.” Eine Entschädigung für die Strapazen sind allerdings der Beifall und die Anfeuerungsrufe auf der Zielgeraden.

Dies empfand nicht nur Würth so. Auch Tobias Hösl und Kathi Hausmann (Sieger im Mixed-Wettbewerb) freuten sich über die “Super-Stimmung beim Einlauf”. Und Andreas Ascherl vom AZ-Läuferteam beschreibt seine Eindrücke so: “Es ist herrlich, wenn Du oben am Bahnhof ums Eck kommst und die Leute stehen links und rechts.” Hinter den Sportlern lagen da beachtliche Strapazen. “Die Strecke ist schwer”, sagte Würth. Zwar beträgt die Höhendifferenz nur 96 Meter, jedoch mussten die Sportler Anstiege von 357 Metern überwinden. “Kurz hinter Krondorf habe ich gedacht, ich muss aufhören”, räumt Halbmarathon-Teilnehmer Ascherl ein. “Danach ist’s runtergegangen nach Steiningloh. Das war dann sehr schön.” Hinter dem Zieleinlauf durften sich die Sportler gleich ausruhen. Massage-Teams standen bereit, Getränke und Essen wurden ausgegeben. Insgesamt kümmerten sich mehr als 400 Helfer um die über 1000 Teilnehmer.